Ist die Selbstlüge weg,

kommt DEINE wahre SCHÖNHEIT zum Vorschein !

Foto: Werner

Auf dem Weg zu mir

Auf dem Weg zu mir

Hab ich mich oft verlaufen

Die Prügel, die ich bezog,

Taten weh.

Auf dem Weg zu mir

Stand ich oft frierend draußen

Und hab von dort in ein warmes Zimmer gesehen

Und manchmal liefen mir

Tränen übers Gesicht,

Das Weitergehen fiel schwer,

Doch eines wußte ich:

Nein, ich geb niemals auf,

Auch wenn es noch härter kommt.

Sonst verliere ich nur

Die Achtung vor mir.

Und ich steh wieder auf,

Auch wenn ich am Boden bin,

Denn ich schaff`s ganz bestimmt

Ich spür es in mir.

 

Auf dem Weg zu mir

Ging ich durch Himmel und Hölle.

Ich ahnte, die Freiheit liegt

Mitten drin.

Auf dem Weg zu mir

Bin ich mir selbst begegnet

Erkannte mich manchmal selber nicht mehr.

Denn frei zu sein, das heißt

Meist auch einsam zu sein.

Ich traf zwar viele dort,

Doch selten einen Freund.

Nein, ich geb niemals auf,

Auch wenn es noch härter kommt.

Sonst verliere ich nur

Die Achtung vor mir.

Und ich steh wieder auf,

Auch wenn ich am Boden bin,

Denn ich schaff`s ganz bestimmt

Ich spür es in mir

Komm und steh wieder auf

Auch wenn es noch härter kommt.

Denn du schaffst es bestimmt,

Ich weiß es genau.

                                                                   (Lied von Peter Maffay)

Eine Ureinwohnerin von Indemini im Gambargno besucht mich und meine Friedensausstellung im Mai 2009
Eine Ureinwohnerin von Indemini im Gambargno besucht mich und meine Friedensausstellung im Mai 2009

Foto: Annette

Danksagung

Indemini  Sonntag, 15. Juni 2008

 

Ich sitzt im "Lucertola", dem "Eidechschen". Weil es hier so viele Eidechsen auf den Mauern und Steinen hat, natürlich

nur wenn die Sonne scheint, haben Bruno und Elisabeth diesen mit viel Liebe ausgebauten und umgebauten Stall so

getauft.

Meine Füße unter die warme Bettdecke gepackt, sitze ich in einem sehr bequemen Sessel und habe meinen Laptop auf meinen Oberschenkeln liegen.

 

Links von mir kommt Licht durch ein großes Fenster. Drehe ich meinen Kopf nach links, blicke ich auf eine Naturstein-

mauer, aus welcher in vielen Ritzen und Fugen Leben herauswächst. In einer, mich beglückenden Artenvielfalt, grünt und blüht es in vielen Farbtönen. Vom gelb, der kleinen Blütensternchen, über die hellen, bis dunklen Grüntöne der

Stengel und fleischigen Blätter, bis hin zu hellrosa und lilafarbenen Blüten mit ihrem dunkelroten Blattwerk und dun-

kelvioletten Stengeln. Lasse ich meinen Blick über die Mauer schweifen, erfreut sich mein Herz bei schönem Wetter

am Anblick des Monte Tamaro, des höchsten Berges (1962m üb. NN) des Gambarogno.

Stundenlang kann ich dem Naturschauspiel beiwohnen, welches mir die Sonne, der Wind, die Wolken, der Himmel und die Wälder bieten.

 

Alles ist in stetiger Veränderung, alles ist in Bewegung, immer wieder wechseln die Bilder und Stimmungen, die mein

Herz mit unermeßlicher Freude entzücken oder meine Stimmung herunterdrücken, weil sie bedrohliche Erinne-rungen wachrufen. Wie bin ich doch abhängig vom "Großen Ganzen" und als glitze kleines Teilchen eingebunden

in die Geborgenheit der Schöpfung.

 

Heute sehe ich jedoch nur bis zur kleinen Frucht und dem grünen Blattwerk des Quittenbaumes, welcher seine Zweige über die Mauer herüberstreckt. Etwas weiter entfernt im Nebel, ein Mast mit Stromkabel, vom Regen glänzende Natursteinmauern, graue Dächer und noch ein bißchen weiter entfernt, schemenhaft die ersten Kronen

der großen Kastanienwälder.

Das war`s für heute mit der Aussicht und mit der Bewegung. Alles im Nebel.

 

Lese ich das Wort NEBEL rückwarts heißt es LEBEN. Wo ist das Leben ?

Sogar die Schnecke klebt regungslos am Mauerstein. Lange sitze ich so und schaue auf dieses erstarrte Bild der Land-

schaft. Je länger ich in dieser Betrachtung bleibe, desto mehr habe ich den Eindruck ins Leere zu Schauen. Ich nehme

nicht mehr bewußt war, was ich sehe. Er ist nur noch Kulisse. Meine Aufmerksamkeit richtet sich nach Innen. In mir

spüre ich plötzlich Bewegung, Regung,   -----------------  LEBEN.

Hier tobt das Leben, hier wallen die Gefühle. Was ist in mir für ein Meer an Lebendigkeit? Welches ich so im Alltag

nicht wahrnehme, weil es zum Schweigen verurteilt ist, in den Gezeiten und Stürmen meines Tagesablaufes.

 

Was ist jetzt real ? Was macht mich jetzt aus ? JETZT in diesem AUGENBLICK !

Kann ich meine Lebendigkeit annehmen ? . . . . . Oder macht sie mir Angst ?

Weil sie mir so fremd ist, weil ich mir so fremd bin.

Habe ich mich verloren im Außen ?  . . . . . . Lebe ich nur noch für meinen Tagesablauf ?

 

Seit 3 Jahren komme ich für 3 lange/kurze Wochen hierher nach Indemini, um in mein Meer der Lebendigkeit einzu-

tauchen. Um aufzutauchen aus dem Nebel und zu leben.

Hier habe ich begonnen zu begreifen, begonnen den Sinn und Zusammenhang von ALLEM zu verstehen. Ich bin den

Menschen, die es mir ermöglichen immer wieder hier sein zu dürfen, um erneut Einzutauchen in mein Meer an Le-

bendigkeit und ein weiteres Stück Erfahrung und LEBEN mit nach Hause zu nehmen unendlich dankbar.

An dieser Stelle möchte ich mich bei GOTT ganz herzlich bedanken für alle Begegnungen die er mir mit Mensch, Tier,

Pflanzen und Steinen geschenkt hat, um zu begreifen. Von Herzen IHM und allen seinen Helfern recht vielen Dank.

 

Begegnungen sind für mich Gottesgeschenk und Lebenselexier. . . . . .Danke EUCH ALLEN.

 

In Liebe Ingrid                                                                                                                                    Autorin: Ingrid Hartmann

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                    Fotos: Annette